Über uns

Ein Hund sollte her. Soweit waren wir uns einig. Doch welche Rasse, wie groß, wie alt, aus dem Tierheim, vom Züchter? Fragen, auf die wir lange keine Antwort wussten. Für mich sollte ein Hund mindestens 50 cm Schulterhöhe haben. Da kamen dann nur Rassen wie Collie, Setter, Labrador in Frage. Birgits Lieblingsgröße war Pudel oder Terrier. Mit denen konnte ich nun wirklich nichts anfangen.

Eines Abends kamen wir nach Hause und sahen einen Mann mit zwei Beagles an der Leine durch das Dorf gehen. Damit war der Kompromiss gefunden: Ein Beagle sollte es werden. Ein Laufhund für mich, mit dem man auch Fahrrad fahren kann, aber von einer Größe, die man auch gut in der Wohnung halten kann.

Woher sollten wir den Hund bekommen? Ich suchte viel auf diversen Internetseiten nach einem „gebrauchten“ Beagle, dem wir hätten ein neues Zuhause geben können, fand aber nirgenwo einen. Oder es stand gleich dabei, der Hund solle nur in erfahrene Hände gegeben werden. Also ein Züchter. Über den Beagle Club fanden wir schließlich eine Züchtrerin, die auch gerade Welpen hatte.

Zwischenzeitlich hatten wir uns ausgiebig mit Lektüre zum Thema „Beagle“ versorgt und dachten, wir seien gut informiert. Im Nachhinein würde ich sagen, das war ein Trugschluss. Zwar wurde die Rasse in den Büchern schon sehr treffend dargestellt, viele Sachen jedoch werden einem erst klar, wenn solch ein munterer Geselle eingezogen ist.

Hier mal die häufigsten Vorurteile, mit denen man konfrontiert wird: „Beagle sind dumm und lassen sich nicht erziehen!“ Falsch: Sie sind alles

andere als dumm, lernen schnell und lassen sich gut erziehen. Vorausgesetzt man ist konsequent bei der Erziehung, denn die kleinen Kerle nutzen jede Inkonsequenz sofort aus. „Beagle sind fett und verfressen!“ Falsch: Kein Beagle ist von Haus aus fett, die meisten sind aber verfressen. Wenn man jedoch bei der Ernährung aufpasst, ist das alle kein Problem. Häufiges Wiegen gehört dann dazu.

Beagle sind freundliche Hunde mit denen man tolle Spaziergänge machen kann. Ich kann meine Hunde dort ohne Leine laufen lassen, wo es erlaubt ist. Im Regelfall gehorchen sie prima und kommen auf Rufen oder Pfiff auch zurück, was nicht heißt, dass sie nicht auch mal abhauen, wenn ich nicht aufpasse. So habe ich vor einiger Zeit am Kanal mit einem geübt und der zweite ist die Böschung hoch und ins Rapsfeld. Der andere ist dann auch hinterher und schließlich ich auch. „Simeon„, der jüngere, kam schnell wieder und wir zwei sind die steile Böschung hinunter. Als wir untenangekommen sind, kam „Cato“ aus einer ganz anderen Richtung. Er hatte einen bequemeren Weg gefunden.

Als wir uns vor einigen Jahren einen zweiten Beagle anschafften, wurden wir gefragt, warum wir uns das antun, zu dem einen noch einen zweiten Beagle zu holen. Ich sage dann immer:“Aus den oben genannten Gründen haben wir uns das noch ein zweites Mal angetan“.